Mit dem heutigen Spatenstich fiel der Startschuss für eines der größten Bildungsbauprojekte Kärntens: Die Fachberufsschule Völkermarkt wird umfassend generalsaniert, erweitert und zu einem modernen Fachkompetenzzentrum ausgebaut. Rund 25 Millionen Euro investiert das Land Kärnten damit in die berufliche Ausbildung und die nachhaltige Sicherung des Wirtschaftsstandortes.
„Mit dieser Investition schaffen wir die Voraussetzungen dafür, dass junge Menschen unter modernsten Bedingungen lernen und sich optimal auf ihre berufliche Zukunft vorbereiten können. Gleichzeitig investieren wir in jene Fachkräfte, die unsere Betriebe dringend benötigen. Bildung ist die wichtigste Investition in die Zukunft unseres Landes“,
betonen Finanzreferentin LHStv.in Gaby Schaunig und Bildungslandesrat Peter Reichmann.
Ein Bildungsstandort für ganz Kärnten
Mit mehr als 450 Schülerinnen und Schülern aus 179 Wohnorten, 30 Klassen, 25 Lehrpersonen und 151 Lehrbetrieben zählt die Fachberufsschule Völkermarkt zu den wichtigsten Berufsschulstandorten Kärntens. Künftig wird sie als Fachkompetenzzentrum für die Bereiche Bau sowie Raum und Design Lehrlinge aus dem gesamten Bundesland ausbilden und ihre überregionale Bedeutung weiter stärken.
„Wenn wir junge Menschen für die Facharbeit gewinnen wollen, müssen wir ihnen auch zeitgemäße Ausbildungsstätten bieten“,
unterstreicht Schaunig. Bei der Planung werde besonderer Wert auf Nachhaltigkeit und einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen gelegt. So wird etwa eine bestehende Leichtbauhalle abgetragen und von einer anderen Gemeinde weiterverwendet. Auch die Erlöse aus dem Verkauf einer Lackierkabine fließen in die Anschaffung einer neuen Anlage.
„Hier entsteht ein Bildungsstandort, der den Anforderungen der Zukunft gerecht wird und langfristig einen Mehrwert für das ganze Land bietet“,
so Schaunig.
Moderne und praxisnahe Berufsausbildung
Die Fachberufsschule Völkermarkt steht für eine fundierte, praxisnahe Ausbildung und eine enge Zusammenarbeit mit den Kärntner Betrieben.
„Die Zahlen unterstreichen die Bedeutung der Fachberufsschule Völkermarkt für ganz Kärnten. Die Schule verbindet fachliche Qualität mit Praxisnähe und fördert zugleich Sicherheit, Gesundheit und die persönliche Entwicklung der Schülerinnen und Schüler“,
erklärt Reichmann. Die Investition stärke weit mehr als den Schulstandort:
„Wer in die Fachberufsschule Völkermarkt investiert, investiert in gute Bildung, in das Kärntner Bauwesen und Handwerk, in die Infrastruktur und in die regionale Wertschöpfung“,
so der Bildungslandesrat.
Neue Werkstätten, Unterrichtsräume und Internatszimmer
Das Bauprojekt umfasst die Generalsanierung der bestehenden Schul- und Internatsgebäude sowie die Errichtung neuer Werkstättenhallen. Ein Internatszubau und eine neue Aula, die künftig als zentraler Eingangsbereich dient, ergänzen das Projekt. Modern ausgestattete Werkstätten und Unterrichtsräume schaffen künftig optimale Voraussetzungen für eine praxisnahe und zukunftsorientierte Ausbildung. Auch das Internat wird deutlich aufgewertet: Geplant sind zeitgemäße Zwei-Bett-Zimmer mit eigenem Sanitärbereich und höherem Wohnkomfort. Eine umfassende energetische Sanierung, moderne Gebäudetechnik und eine Photovoltaikanlage sollen den Schulstandort zudem ökologisch und wirtschaftlich fit für die Zukunft machen.
Breites Angebot an gefragten Lehrberufen
An der Fachberufsschule Völkermarkt werden Lehrlinge in zahlreichen gefragten Berufen ausgebildet. Das Angebot reicht von bautechnischer Zeichnung und Assistenz über Hoch-, Beton- und Tiefbau bis zu Platten- und Fliesenlegen, Hafnerei sowie Ofenbau- und Verlegetechnik. Darüber hinaus werden Lehrlinge in den Bereichen Maler- und Beschichtungstechnik, Beschriftungsdesign und Werbetechnik sowie Tapezieren und Dekoration auf ihre berufliche Zukunft vorbereitet. Damit leistet die Schule einen wesentlichen Beitrag zur Ausbildung qualifizierter Fachkräfte für Kärntens Wirtschaft.
Fertigstellung bis Ende 2027
Während der Bauarbeiten werden der Schul-, Werkstätten- und Internatsbetrieb weitgehend ausgelagert. Lediglich der Küchen- und Verpflegungsbereich bleibt vorerst am bisherigen Standort. Dadurch soll eine rasche und koordinierte Bauabwicklung ermöglicht werden. Die Fertigstellung des Gesamtprojekts ist für Ende 2027 vorgesehen.
„Mit der Generalsanierung und Erweiterung schaffen wir ein Lernumfeld, das den hohen Anforderungen einer modernen Berufsausbildung gerecht wird“,
erklärt Direktor Günther Pirker.
„Unsere Schülerinnen und Schüler profitieren künftig von zeitgemäßen Werkstätten, modernen Unterrichtsräumen und einem deutlich aufgewerteten Internat.“
Auch Bürgermeister Markus Lakounigg begrüßt die Investition:
„Die Fachberufsschule ist seit Jahrzehnten ein wichtiger Bestandteil unserer Stadt und weit über die Bezirksgrenzen hinaus ein Aushängeschild für die berufliche Ausbildung. Die Modernisierung ist ein starkes Signal für Völkermarkt und die gesamte Region.“